Feuerlöscher

Feuerlöscher gehören zu den tragbaren Löschgeräten. Sie unterscheiden sich in der Praxis hauptsächlich durch ihr Gewicht sowie ihr Löschmittel. Im § 19 Abs. 1 VStättV findet sich folgende Formulierung:

Versammlungsräume, Bühnen, Foyers, Werkstätten, Magazine, Lagerräume und notwendige Flure sind mit geeigneten Feuerlöschern in ausreichender Zahl auszustatten. Die Feuerlöscher sind gut sichtbar und leicht zugänglich anzubringen.

Doch welche Feuerlöscher sind geeignet und wie viele sind ausreichend? Diese Frage kann in der Regel nur im Rahmen eines Brandschutzkonzeptes, welches von einem Prüfingenieur für Brandschutz wird. Dennoch möchten wir Ihnen hier einen kleinen Einblick geben.

Löschmittel
Welche Löschmittel für welche Brandklassen geeignet sind, können Sie der Abbildung entnehmen. Die Brandklassen definieren sich folgendermaßen:
A – feste, glutbildende Stoffe (Papier, Holz, …)
B – flüssige, oder flüssig werdende Stoffe (Benzin, Lacke, …)
C – Gase (Methan, Butan, …)
D – Metalle (Aluminium, Magnesium, …)
F – Fette (Speisefette, …)

Anzahl
Eine Tabelle zur überschlägigen Berechnung findet sich in der ASR A2.2. Diese gilt zwar für Arbeitsstätten, kann jedoch als Anhaltspunkt dienen. Dabei werden Grundfläche, Brandgefährdung sowie Brandklassen berücksichtigt.

Sichtbarkeit
Hier empfehlen sich Brandschutzzeichen, welche nach ASR A1.3 bzw. der neuen DIN EN ISO 7010 ausgeführt sein sollten. Diese müssen gut sichtbar über den Feuerlöschern angebracht werden und auch nach Ausfall der Allgemeinbeleuchtung gut sichtbar sein. Dies kann entweder durch eine unabhängige Sicherheitsbeleuchtung oder durch langnachleuchtende Schilder umgesetzt werden.